PMP my PSP!

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Es gibt einige gute Win-Tutorials im Internet zur Umwandlung von Videos in das PMP-Format und auch die letzte Ausgabe der c’t (04/2006) hat sich diesem Thema gewidmet, aber bisher habe ich noch kein Tutorial für Mac-User finden können.

Nochmals zur Erinnerung: PMP ermöglicht es auf der PSP Divx/Xvid-Filme in Fullscreen (480×272) zu betrachten (allerdings nur wenn man Firmware 1.0 oder 1.5 hat). PMP verwendet dafür einen eigenes, proprietäres Container -Format (MPEG-4 AVIs und MP3) für die Mediendatein, was leider in jedem Fall eine Neukodierung von bereits vorliegenden Material erzwingt.)

Für alle Mac-User und PSP-Besitzer hier mein Weg zu Fullscreen-Videos:

Benötigte Software:

Für dieses Turorial verwende ich eine Arte-Sendung, aufgenommen mit EyeTV und als mpg-File exportiert. Es können alle von ffmpegX unterstützten Formate umgewandelt werden, AVIs, MPEGs oder VOBs von ungeschützten DVDs.

1. ffmpegX starten und Quelldatei ins Programmfenster ziehen – Tab “Zusammenfassung”

Schnappschuss001.jpgSchnappschuss002.jpg

ffmpegX analysiert die Quelle automatisch und schlägt eine Umwandlungsform vor. Der Einfachheit halber nehmen wir gleich die angegebene Umwandung in ein AVI-File umzuwandeln mit mencoder.

2. Quellmaterial beschneiden – Tab “Filter”
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ffmpegX benutzt eine konfortable Autocrop-Funktion, diese muss (eine Eigenart von ffmepgX) als erstes aktiviert werden. Da mein Quellmaterial vom Fernsehen aufgenommen wurde, muss ich noch die Option “Deinterlace” aktivieren um ungewünsche Kammeffekte zu vermeiden (ist bei AVIs, etc. NICHT notwendig)

3. Auflösung und Bitrate einstellen – Tab “Video”
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Unter Auflösung trage ich 480×272 (maximale Auflösung des PSP-Bildschirms ein). Es können auch kleinere Auflösungen eingestellt werden diese müssen aber durch 8 teilbar sein. Da der PSP-Bildschirm für 16:9-Darstellung optimiert ist, stelle ich unter Verhältnis 1,85:1 ein. Als Bitrate geben ich eine Zahl zwischen 700 und 800 kbit/s ein. Niedrige Raten sind möglich, von höheren rate ich, da sonst die PSP sich bei der Darstellung “verschluckt” und stottert.

4. Audio ausschalten! – Tab “Audio”

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Da der PMP-Mediencontainer zwei getrennte Mediendateien aufnehmen muss (AVI und MP3) schalten wir erstmal die Umwandlung von Audio-Dateien aus! Einfach unter “Audio kodieren” das Häckchen rausnehmen.

5. Finetuning – Tab “Optionen”

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Unter Optionen aktiviere ich immer die Option “Hohe Qualität” verlangsamt zwar die Umwandlung das Ergebnis ist allerdings besser. Wer sich mit der Materia auskennt, kann hier auch weitere Umwandlungsparameter verändern, im Normalfall ist dies nicht notwendig, da die Voreinstellung vollkommen ausreichend sind.

6. Kodieren
Jetzt nur noch “Codieren” drücken und die Umwandlung starten. ffmpegX wandelt üblicherweise ins das gleiche Zielverzeichnis wie das Quellmaterial und bennent auch die Zeildatei automatisch. Ein No-Brainer…

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Nun wird das Video-Material umgerechnet, jetzt müssen wir uns noch um den Sound kümmern.

7. Audio umwandeln – Tab “Zusammenfassung”

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Zurück zum Tab “Zusammenfassung”. Dort unter “Ziel” und “Nach” auf das kleine Dreieck klicken. Es öffnen sich unzähliche Auswahlmöglichkeiten der Umwandlung. Wir wählen die Option “Movie audio to mp3″. Es ist nicht notwendig ein Zielnamen auszuwählen, ffmpegX macht automatisch die Endung mp3 an die Zieldatei.
8. Audioeigenschaften einstellen – Tab “Audio”

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Ich habe festgestellt, dass sich PMP Mod sehr wählerisch mit den Audio-Datein verhält. Die einzigen Einstellungen mit denen ich bisher Erfolg hatte waren mit einer Abtastrate von 44100 Hz und einer Bitrate zwischen 64 und 128 kbit/s! Jetzt nochmals das Knöpfchen “Codieren” drücken…

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So, jetzt heisst es warten. Eine gute Gelegenheit für einen Kaffee oder Tee, ein Sandwich oder etwas Klo-Lektüre. Auf meinem MacMini-Schläfer dauert diese Umwandlung sicherlich etwa 1-2 Stunden (natürlich abhängig von der Filmlänge). Irgendwann macht es “Bing” und beide Dateien sind umgewandelt. Ihr habt nur zwei Dateien: ein AVI-File und ein MP3-File. Ich benenne die Dateien normalerweise um in “Video.avi” und “Audio.mp3″

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9. Umgewandeltes Material in endgültige Form bringen.

Beide Dateien müssen nun ins PMP-Format, dazu benötigen wir das Terminal, da PMP Muxer ein Perl-Programm ist und, meines Wissens, nur im Terminal aufgerufen werden kann. Wir öffnen nun das Terminal (unter Programme/Dienstprogramme). Wisst ihr noch wo ihr PMP Muxer entpackt habt? Gut, ihr müsst in das Verzeichnis, bei mir auf dem Desktop. Ich habe auch die Datein Video.avi und Audio.mp3 auf den Desktop verschoben (ist einfacher).

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Nun muss folgender Befehl eingetippt werden: perl pmp_muxer.pl Video.avi Audio.mp3 Weltraum.pmp.

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Nun Eingabetaste drücken und warten bis Material umgewandelt ist (1-2 Minuten). Wenn alles geklappt hast, bekommst du als Empfangsquittung ein freundliches “OK”

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Voila! Das war’s eigentlich. Jetzt nur noch die PSP anschliessen, das Video in das entsprechende Verzeichnis kopieren und losgehts.

Ich möchte darauf hinweisen, dass dieses Tutorial davon ausgeht, dass 16:9 Filmmaterial aus Quelle genommen wird. Bei 4:3-Material gibt es nur zwei Möglichkeiten. Das Material muss entweder kleiner als 480×272 und in 4:3 kodiert werden (dann kommt das Bild auf der PSP mit “Trauerrändern” oder man kodiert das Material in 480×272 und 16:9 aber dann verliert man ein gutes Stück vom Bild (ganz blöd bei Untertiteln)…

Für Fragen, Korrekturen und Anregungen steht wie immer die Kommentarfunktion zur Verfügung. Viel Spass

Update: In wieweit eure PSP nun GEZ-pflichtig ist/sein könnte/sein wird, weiss ich nicht…